Dienstag, 30. November 2010

Wie ich den Blizzard am Uhinger Bahnhof überlebte

Als ob der Wintereinbruch nicht schon genug Pein verursacht - nein, da warte ich gestern abend am Uhinger Bahnhof bei eisigen Temperaturen auf meinen Nachhausezug und stehe plötzlich mitten im Auge eines Blizzards.

Wie es dazu kam: Die Vorfreude auf meinen Feierabend, der jeden Tag pünktlich um 17:01 Uhr im miefig warmen Regional-Express nach Ulm beginnt, wurde durch eine 10-minütige Verspätung getrübt. Der Grund für die Verspätung war ein Güterzug, der offensichtlich Heizöl transportierte und es verdammt eilig hatte. Klar, bei diesen Temperaturen muss das Heizöl schnell geliefert werden, das seh ich ein. Dass aber der Güterzug mit gefühlten 300 km/h ohne Vorwarnung durch den Uhinger Bahnhof rast, ist weniger schön. Ich stand ca. 1,50 m vom Gleis entfernt, als ein fernes Grollen Unheil verkündete. Sekunden später war ich auch schon in eine Schneewolke eingehüllt. Der Güterzug donnerte ohrenbetäubend an mir vorbei, irrwitzige Windgeschwindigkeiten rissen mich fast von den Füßen. Orientierungslos taumelte ich über den Bahnsteig, konnte aber trotzdem geistesgegenwärtig mein iPhone zücken und diesen Blitz-Blizzard, der den Güterzug begleitete, auf Zelluloid bannen.

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